Ohrenschmerzen können als Begleiterscheinung bei oberen Atemwegsinfektionen auftreten, aber auch z.B. auf eine Entzündung des Mittelohrs oder des Gehörgangs hindeuten.
In vielen Fällen bessern sich die Beschwerden von alleine nach 2-3 Tagen, auch eine Mittelohrentzündung heilt oft von alleine aus, ohne dass eine Antibiotikagabe notwendig wäre.
Wann sollten Sie auf jeden Fall in die Praxis kommen?
- Bei zusätzlich hohem Fieber und schlechtem Allgemeinzustand
- Bei zusätzlich Erbrechen
- Bei Ohrenschmerzen, die länger als 3 Tage bestehen
- Bei Gehörgangsausfluss und/oder abstehendem Ohr
Was können Sie zu Hause tun?
- Ohrenschmerzen lassen sich meist gut mit Ibuprofen behandeln
- Zusätzlich können Wärme oder Hausmittel („Zwiebelsäckchen“) die Beschwerden lindern
- Bei „verstopfter Nase“ geben Sie abschwellende Nasentropfen 3x täglich über maximal zu 5 Tage hinweg, da eine freie Nasenatmung die Abheilung einer Mittelohrentzündung verbessern kann. Drehen Sie den Kopf unmittelbar nach Nasentropfengabe um 90° auf die jeweilige Seite. Damit fließt die bitter schmeckende Flüssigkeit in die senkrecht abzweigende Eustach´sche Röhre und nicht in den Rachen.
Wann darf mein Kind wieder Kindergarten oder Schule besuchen?
- Wenn Ihr Kind sehr unter Schmerzen leidet oder Fieber hat, sollte es zu Hause bleiben.
- Eine Ohrenentzündung ist nicht ansteckend, sodass Kinder, denen es sonst gut geht, Kindergarten oder Schule besuchen dürfen.



